Die Wiege des Christentums

Die Forschung der Archäologen und das
Zeugnis der Landschaft lässt uns die Bibelgeschichte des Heiligen
Landes nachvollziehen. Wir werden Ausgrabungen besichtigen und
Anhöhen aufsuchen, von denen uns die Landschaft selbst das wo
und das wie der biblischen Ereignisse klar vor Augen
führt.
1. TAG Ankunft
und Übernachtung an der Scharonküste.
2. TAG Scharonebene und
Galiläa. Wir
beginnen in
Cäsarea maritima,
wo einst die Taufe von Nicht-Juden begann
(Apg 10).
Besichtigung des versunkenen Hafens, des Hippodroms, des
Theaters und des römischen Aquädukts.. Fahrt nach Mukhraka. auf dem
Karmel-Berg,
mit dem Blick auf die
Jesreel-Ebene Hier hören
wir von Elijas Brandopfer bei seiner Konfrontation mit den
Baalspriestern. (1 Kön 18).
Fahrt nach
Megiddo,
wo uns der Hintergrund. von Ar-mageddon
(Offb 16)
verständlich wird. Anschließend fahren wir durch die
Jesreel-Ebene und Untergaliläa zur
Arbelklippe
für das großartige Panorama des Sees Gennesaret
mit seinen Stätten an denen Jesus wirkte
(Mt 4). Übernachtung in
Tiberias oder einem Gästehaus am See.
3. TAG Der See Gennesaret.
Fahrt auf die Golanhöhen für den Blick vom Osten auf den See
und Galiläa. Dann fahren wir auf den
Berg der Seligpreisungen
(Mt. 5-7) Einige werden von
hier zu Fuß zum See hinunter gehen, um die Gruppe in
Tabgha
wieder zu treffen.
Hier gedenken Christen der Speisung der Viertausend
(Mk 8,1-10)
und in der Nähe, in der St.
Peterskirche, erinnern wir uns an den wunderbaren Fischfang des
Petrus (Joh 21).
Fahrt nach
Kafarnaum.
Franziskanische Mönche glauben hier das Haus des Petrus entdeckt zu
haben
(Mk 1 und 2).
Nach dem
Mittagessen verbringen wir eine Stunde auf einem Boot, das
einem hier entdecktem Boot aus Jesu Zeiten nachgebaut ist
(Mt 14). Abschließend
besuchen wir eine moderne Taufstelle, dort wo der Jordan den See
Gennesaret verlässt.
4. TAG Die Jordanquellen.
Auf dem Weg nach dem
Norden halten wir kurz in
Hazor.
Von dieser einst größten kanaanitischen Stadt haben wir den Blick
auf den Berg Hermon und Umgebung. Fahrt zum Naturschutzgebiet (NSG)
Tell Dan.
Hier gehen wir an einer der Jordanquellen entlang und
besichtigen die verschiedenen Ausgrabungen, darunter die Kulthöhe,
auf der in ferner Vergangenheit das Goldene Kalb stand
(1 Kön 12, 28--30).
In kurzer Fahrt erreichen wir
Cäsarea Philippi
(Banias), die Stätte des Petrus Bekenntnisses
(Mt
16)
und besichtigen die erstaunlichen
Ruinen des. Agrippa II Palastes aus dem 1 Jh. A.D. Wir fahren um den
Berg Hermon für einen Blick auf das 45 Km. entfernte Damaskus; dann
über die Golanhöhen zu unserer Unterkunft am See Gennesaret.

5. TAG Untergaliläa.
Heute besuchen wir drei
bedeutende Punkte:
Nazaret,
Sepphoris
und Bet Shean
. Sepphoris ist nur 7 Km. von Nazaret entfernt. Es war In Jesu
Jugend die einzige größere Stadt in ganz Zentral-Galiläa. Heute
sehen wir dort, dank der Ausgrabungen, die Überreste der alten
Bauten mit herrlichen Mosaiken. In Nazaret wollen wir die Quelle des
ursprünglichen Dorfes besuchen. Wir gehen durch den Basar, der über
dem damaligen Dorfe liegt, und kommen zur
Verkündigungskirche. Vom ,Abhang des Berges,
auf dem ihre Stadt erbaut war'
(Lk 4,29) schauen wir auf den Berg
Tabor
und überblicken die
Jesreel-Ebene, die wir
dann durchqueren. In
Bet Shean (Scythopolis)
ersteigen wir den Tel und können von der Kuppe her Sauls Untergang
nachvollziehen (1 Sam 28 - 2 Sam 1).
Bevor wir zu unserer Unterkunft am See zurückkehren
besichtigen wir noch die großartigen überreste römischen und
byzantinischen Ruine; das Theater, die Bäder, die Liegehallen, den
Markt und die mit Säulen flankierten Prunkstraßen.
6. Tag Das Herz des Heiligen
Landes. Das Ziel
heute ist Jerusalem. Bei der Fahrt durch das Dotantal
erinnern wir uns wie Josefs Brüder ihn einst in den Brunnen warfen.
Und in Samaria, Ahabs und Isebels Hauptstadt, wird uns manche
Geschichte des Ersten Testamentes wieder lebendig
(z.B 1Kön 22).
Jahrhunderte später hat Herodes
Samaria wieder aufgebaut und nannte es Sebastia. So haben wir
hier eine Mischung von israelitischen und römischen Ruinen. Durch
den Engpass zwischen den Bergen Ebal und Gerizim. erreichen wir
Nablus
und besichtigen den Tel der ursprünglichen Stadt
Sichem,
Sie war
Abrahams erstes
Ziel im Heiligen Land
(Gen 12,6),
das auch sein Enkel bei der Rückkehr wieder aufsuchte
(Gen
33,18). Umgeben
von den steinernen Zeugen des ersten Heiligtums, das Josua dem
Herrn errichtete
(Jos 24,1; 26),
gedenken wir der Erneuerung des Biblischen Bundes
(Deut 27,12 ff. und ibid).
Besuch des
Jakobsbrunnens
(Joh 4)
und Fahrt Richtung
Jerusalem über Schilo, Bet-EL, Mizpa, Rama und Gibeon. Falls
zeitlich möglich besuchen wir auch einen dieser Orte. In
Jerusalem:
erster Blick auf die Altstadt vom Skopusberg, Empfang, kurze
Erklärung und Hotelbezug.
7. Tag Oh Jerusalem !
Wir beginnen auf dem
ölberg mit dem Blick auf die Altstadt. Nach einem Rundblick zur
Orientierung gehen wir den traditionellen Hosannaweg hinab nach
Dominus Flevit
(Der Herr weint) (Lk 19).
Dabei erinnern wir uns an
Jesu Einzug nach Jerusalem. Etwas tiefer liegt
Getsemani
(Mt 26).
Wir besuchen den Garten und die
Kirche und lassen uns Zeit für besinnliche Meditation. Von hier
fahren wir zu den so genannten Königsgräbern,
eine große Grabanlage mit Rollstein, die auf 20 Jahre nach der
Kreuzigung datiert wird. Fahrt zu den
Hirtenfeldern.
und nach
Betlehem.
Dort gehen wir durch die kürzlich renovierte Altstadt
zur
Geburtskirche.
8. Tag Die Altstadt Jerusalems.
Früh-Morgenbesuch
der
Grabeskirche um dem Gedränge zu entgehen. Gang
durch die Basare der Altstadt und Besuch der
El-Aqsa-Moschee
und des
Felsendoms, der mutmaßlich über dem
ehemaligen Tempel steht.. Nördlich vom Tempelplatz besuchen wir die
Betesdateiche (Joh 5)
und die Annenkirche, eine besonders gut erhaltene
Kreuzfahrerkirche mit einer außergewöhnlichen Akustik.
Dann gehen wir auf der
Via Dolorosa
bis zur
Grabeskirche. Nach einer Mittagspause gehen wir
in das Jüdische Viertel und besichtigen ein herodianisches
Herrenhaus. (Alternative: Besuch der Kirche
Sankt Peter zum
Hahnenschrei (Gallicantu),
die sich über den Ruinen des möglichen Kajaphas-Hauses
befindet. Abschließend besuchen wir den
Abendmahlsaal
auf dem
Zionsberg
9. Tag Freier Tag.
Manche Gruppen wollen vielleicht
das Gartengrab für einen Gottesdienst besuchen und den Garten mit
einem dortigen Führer besichtigen.
10. Tag
Die Archäologie Jerusalems und der Neustadt. Wir gehen
durch einen modernen Tunnel an der weitgehend perfekt erhaltenen
herodianischen Tempelmauer entlang, und sehen darin u .A zwei
,Bausteine' von zirka 600 Tonnen. Besichtigung der Ausgrabungen
südlich vom Tempelplatz; dabei betreten wir die Treppe auf der Jesus
und seine Jünger zweifellos einst gingen. Wir steigen hinab zum
ursprünglichen Jerusalem, der Davidsstadt, und
gehen zur
Gihonquelle.
Dort können wir bis zu den Knien im Wasser durch den
Hesekia-Tunnel gehen. Er leitet das Wasser zu
einem Teich, wo man vor Assyrischen Pfeilen sicher war. Erst
trocknen wir uns und fahren dann zum Israelmuseum zum
Besuch des
Schrein des Buches,
in dem die Tote-Meer-Rollen aufbewahrt werden.
Hier sehen wir auch das Freiluft-Großmodell
Jerusalems (Maßstab
1:50), das die Stadt zeigt, wie sie vermutlich im Jahre 66 n. Chr.
ausgesehen hat. Wir beenden den Tag
mit einem Besuch der Holocaust Gedenkstätte
Yad Va Shem.
11. Tag Safari in der
Steinwüste. Ein
Tag in der Judäischen Wüste, in der David und Jeremias ihre Herden
hüteten und in der Jesus, vom Heiligen Geist geführt, 40 Tage
verweilte.(Lk 4). Unser
Geländewagen mit 4-Rad Antrieb dient auch als Wüstenrestaurant, von
dem aus manche vielleicht ein bisschen wandern wollen, während
andere lieber beim Fahrzeug bleiben. Wir vergegenwärtigen uns die
Rolle die die Wüste immer wieder in der Biblischen Geschichte
gespielt hat. Dabei sehen wir u.a. Jebel Montar, zu dem der
Tradition nach, der Sündenbock gebracht wurde
(Lev 16); Wir schauen auf das
Kloster Mar Saba, das 582 A.D. gegründet wurde und die Heimsuchungen
von anderthalb Jahrtausenden überstanden hat. Von hoch oben schauen
wir auf das Tote Meer; und es bleibt uns Zeit um in der Wüste zu
meditieren.
12. Tag Der Syro-Afrikanische
Graben Der Tag
beginnt in Masada, der
Festung auf der sich 73 A.D. der Endkampfe der jüdischen
Aufständischen gegen Rom abspielte. Wir schwimmen, bzw. schweben auf
dem
Toten Meer,
400 Meter (!) unter dem Meeresspiegel und wandern dann durch eine
Oase des NSG
En Gedi. Auf dem Weg
zum Wasserfall beobachten wir eine reiche sub-tropische Flora und
Fauna. Fahrt nordwärts nach Qumran.
Dort sehen wir eine der Höhlen in denen die Tote-Meer-Rollen
gefunden wurden. Der Tag endet in Jericho,
der ältesten Stadt der Welt, die im Ersten, wie auch im Neuen
Testament eine wichtige Rolle spielte. Rückfahrt nach Jerusalem.
13, Tag
Judäa und Schefela Wir fahren nach Mamre und
gedenken Gottes Besuch bei Abraham
(Gen 18). Fahrt zum nahe gelegenen Hebron. Vom Hügel der
Altstadt aus können wir verstehen was Hebron einst zu Judäas
natürlicher Hauptstadt machte.. Wir betrachten die Umfassungsmauer
des voll erhaltenen Baus, den Herodes zu Ehren der Patriarchen- und
Matriarchengräber errichtete. Die Fassade entspricht dem damaligen
Jerusalemer Tempel. Falls zeitlich möglich, wollen wir auch hinein
gehen um die Moschee zu besuchen und die Grabmäler zu besichtigen.
Auf einer der malerischsten Strassen des Landes fahren wir in die
Schefela, in das niedrige Hügelland zwischen den Bergen und der
Mittelmeerküste. Hier besuchen wir das - auch als Bet Guvrin
bekannte- Maresha, Gegen Osten sehen wir die ganze Judäische
Bergkette. und im Westen Lachisch, Gath und die Philisterstädte. Wir
erforschen das Gewirr der Maresha-Höhlen und fahren dann nordwärts
um in dem Terebinthental den Zweikampf zwischen David und
Goliath nachzuvollziehen. (1 Sam 17).
Auffahrt über die historische Bet Horonstrasse
(Jos 10,10)
zur Benjamin-Hochebene und zurück nach Jerusalem.
14. Tag Abflug.
Es gibt viele Möglichkeiten um
die Reise zu variieren oder zu verlängern. So kann man z.B den 12.
Tag am Toten Meer in Arad beenden, um am nächsten Tag die Negebwüste
kennen zu lernen, mit Besuch in ein oder zwei Nabatäerstädten, wie
Avdat oder Mamschit, und vielleicht auch mit einer schöne
Wüstenwanderung..
Gruppen mit mehr Zeit können mit
Jeep oder auf Kamelen die Sinaiwüste durchqueren und den Moseberg
besteigen. Eine andere Möglichkeit wäre ein ägyptenbesuch mit 3
Nächten in Kairo:
14. Tag
Von Jerusalem fahren wir durch das
Philisterland zur ägyptischen Grenze, durch die Sinaiwüste zum
Suezkanal und nach Kairo, ,der Mutter der Welt'.
15. Tag
Wir besuchen Kairos ägyptisches
Museum, das 120.000 Antiquitäten enthält, darunter 20.00 aus der
Zeit der Pharaonen. In Alt-Kairo besuchen wir die Zitadelle, wie
auch die Alabaster- und die Sultan-Hassan-Moschee. die einen guten
Einblick in die Zeit der Mameluken geben (13. - 16. Jahrhundert
A.D.). Shopping im Khan al Khalili-Basar, der 1382 gebaut
wurde.
16. Tag
In Memphis, der Hauptstadt des Alten
Reiches, sehen wir das Standbild von Ramses
II und die
Alabastersphinx. In Sakkara (2686 v. Chr.) besichtigen wir die
ältesten Pyramiden der Welt; und in Gisa und sehen wir die ,drei
Pyramiden' und die Sphinx.
17. Tag Abflug
Übersetzung aus dem Englischen:
Michael Noam
Lektorin: Ulrike Platzhoff

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